Skip to content Skip to navigation

Weine und die besonderen Auswirkungen von hohen Lagen | Clos19 Deutschland

Rufen Sie uns an — 0800 5892 681
Wann Sie uns erreichen

Montag bis Samstag 8.00 bis 20.00 Uhr

|
Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€
Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€

Liquipaedia

Weine und die besonderen Auswirkungen von hohen Lagen

„Höhenlage“ ist in den letzten paar Jahren zu einem wahren Modewort in der Welt erlesener Weine geworden, da viele Erzeuger ganz groß damit werben, dass ihre Reben in besonderen Höhen über dem Meeresspiegel kultiviert werden. Doch ist eine hohe Lage immer gut? Und welche Eigenschaften beschert sie dem Wein am Ende? Lassen Sie sich von unserem Clos19 Guide in ungeahnte Höhen entführen – auch in Sachen Weingenuss.

Manche wollen hoch hinaus – doch was bedeutet der Begriff „hohe Lage“ überhaupt im Zusammenhang mit Wein?

Wenn Winzer von Höhenlage sprechen, ist dies immer in Relation zur Norm der jeweiligen Region zu verstehen und variiert je nach Entfernung zu den nächsten Gewässern, Terroir und Breitengrad. Im weitesten Sinne ließe sie sich als die Höhe beschreiben, in der die klimatischen Rahmenbedingungen so anders sind, dass sich auch die Reben verändern. So spricht man zum Beispiel bei den Weingärten der Güter Terrazas de los Andes und Cheval des Andes in Argentinien mit ihren über 1.000 Höhenmetern in Mendoza und über 1.800 Höhenmetern in Salta von Höhenlagen, während in Ao Yun, dem zukunftsweisenden chinesischen Luxusweingut in den Ausläufern des Himalajas, die Weinberge bis zu unglaubliche 2.600 Meter über dem Meeresspiegel liegen.

Segen der Natur: Was bringt eine hohe Lage für den Wein?

Temperatur: In wärmeren Klimazonen ist eine hohe Lage besonders positiv, denn je höher man kommt, desto extremer fallen nachts die Temperaturen. Das bedeutet, dass die Trauben in der Sonnenwärme tagsüber gut reifen, während zugleich die kühlen Temperaturen nachts erst die richtige Zuckerkonzentration und Säureentwicklung ermöglichen. Daher sind die Weine am Ende fruchtig, aber nie strukturlos.

Drainage: Eine gute Drainagefähigkeit des Bodens geht oft Hand in Hand mit hohen Lagen, da sich die Weingärten dort häufig an Hängen befinden. Das bedeutet, dass es für die Reben schwieriger ist, an Wasser zu kommen, wodurch sie in Bedrängnis geraten und tiefer gehende Wurzeln ausbilden. Da sie dafür so viel Energie aufwenden müssen, tragen sie weniger Beeren, doch diese Beeren sind dafür charakterstärker und konzentrierter im Aroma. Die tiefer reichenden Wurzeln ziehen zudem mehr Spurenelemente aus den Böden heraus, sodass das Terroir bei diesen Weinen am Ende deutlicher herauszuschmecken ist.

Sonnenlicht: Je höher die Lage, desto intensiver die Sonneneinstrahlung und damit die UV-Strahlung. Eine stärkere UV-Strahlung heißt, die Trauben werden dunkler und haben eine dickere Haut, da sich die Früchte gleichsam selbst vor Sonnenbrand schützen. Und dickere Haut bedeutet mehr Struktur und Charakter, wodurch die Weine perfekt geeignet sind für eine längere Reifung.

Aus all den oben genannten Gründen kann der Weinbau in hohen Lagen in puncto Erzeugung als extreme Herausforderung angesehen werden. Die Weine, die am Ende dabei herauskommen, besitzen jedoch jede Menge Charakter, Aroma und Fruchtigkeit, ebenso wie ein angenehmes Maß an Tannin und Säure: alles Qualitäten, die einen Wein wirklich edel machen, sodass er gut gelagert werden kann – wie die exzellenten Rotweine von den Weingütern Cheval des Andes, Terrazas des los Andes und Ao Yun beispielhaft beweisen. Der einzige Nachteil ist, dass Sie eine Weile warten müssen, bis Sie sie trinken können. Doch in der Zwischenzeit können Sie sich einfach an der herrlichen Frische eines blumigen und exotischen Torrontés erfreuen.

Auf zu neuen Höhen!