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Liquipaedia: Whisky oder Whiskey | Journal19 | Clos19 Deutschland

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Liquipaedia

Whisky oder Whiskey? Der Name – nichts weiter als Schall und Rauch?

Immer wieder herrscht Verwirrung, ob die korrekte Schreibweise nun Whisky oder Whiskey lautet – und das zu Recht, denn beides stimmt! Dass es zwei Varianten gibt, liegt am Unterschied zwischen der irischen und der schottisch-gälischen Urform des Wortes. Schottland, Kanada und der Rest der Welt schreiben Whisky, während man in Irland und Amerika die Schreibweise Whiskey bevorzugt. Irische Siedler brachten den „Whiskey“ zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Amerika, wo der Begriff seither so geläufig ist.

Was ist Whisk(e)y?

Anders als Branntwein, der aus vergorenen Früchten destilliert wird, ist Whisky (bzw. Whiskey) eine Spirituose, die aus fermentiertem Getreide destilliert wird und anschließend in hölzernen Fässern reift. Es gibt diverse Unterkategorien, die alle leicht unterschiedliche Variationen darstellen – je nach Beschaffenheit der Geografie, des Wassers, aber auch der Art der Brennblasen, dem Torfgehalt, den Fasstypen und der Reifedauer. Hier die Klassiker, die man kennen sollte:

Scotch: die Kurzform für Scotch Whisky, einen Whisky, der sich nur so nennen darf, wenn die Destillation in schottischen Brennblasen erfolgt ist und er danach auch über mindestens drei Jahre hinweg in Schottland gereift ist. Unter Verwendung von gemälzter Gerste erzeugt und typischerweise mit mindestens 40 Volumenprozent in die Flasche abgefüllt, setzt Scotch Maßstäbe für alle anderen Whisk(e)ysorten der Welt.

Japanischer Whisky ist dem Scotch sowohl vom Charakter als auch von der Herstellungsmethode her tendenziell am ähnlichsten, wenngleich japanische Destillerien mitunter auch andere Sorten produzieren.

Kanadischer Whisky ist ebenfalls leicht und besonders trocken, da er vorzugsweise mit Roggen hergestellt wird.

Amerikanischer Whiskey kann unter Verwendung verschiedener Getreidesorten hergeswtellt werden, daher sind die amerikanischen Whiskeys vom Charakter her ganz anders als ein Scotch. Maiswhiskeys wie der Tennessee Whiskey und der Bourbon sind zum Beispiel häufig süß und holzig, während amerikanischer Roggenwhiskey wie der Woodinville Straight Rye Whiske“ kräftiger und würziger schmeckt. Manche Sorten sind aber auch ein Verschnitt aus einigen oder allen dieser Getreide, wie zum Beispiel der Woodinville Straight Bourbon Whiskey, der Roggen, Mais und gemälzte Gerste enthält.

Eine weitere, ziemlich eigene Variante ist der indische Whisky, denn ihm wird bei der Erzeugung Melasse hinzugefügt, was ihm ein ähnliches Geschmacksprofil verleiht wie Rum!

Wild und wunderschön: die schottischen Whiskyregionen

Es gibt vier Hauptregionen, in denen schottischer Whisky gebrannt wird: die Highlands, die Lowlands, das Gebiet um Campbeltown und die Islands. In den Highlands werden unzählige Variationen kreiert, von blumig und grasig bis reich und komplex. Um sich selbst ein Bild zu machen, probieren Sie einfach einmal den goldenen, in feinen Brioche-Tönen leuchtenden Glenmorangie Nectar d’Or neben dem intensiven, tiefgründigen Glenmorangie Quinta Ruban – sie stammen beide aus der berühmtesten Destillerie der Highlands: Glenmorangie. Whiskys aus den Lowlands sind vom Charakter und vom Körper her eher leicht. In Campbeltown werden unverwechselbare ölige und salzige Whiskys produziert, doch die Whiskys, die einen mit ihrem torfigen Geschmack förmlich umhauen, kommen von den Inseln (einschließlich Islay). Diese Weltklasse-Whiskys sind berüchtigt für ihre kräftigen und rauchigen Aromen. Probieren Sie mal den Ardbeg Uigeadail Islay Whisky, wenn Sie die expressive Wucht des Torfs am eigenen Gaumen erleben wollen!

Single Malt, Grain oder Blend – was ist der Unterschied?

Als Malt Whisky wird ein Whisky bezeichnet, der aus gemälzter Gerste hergestellt wurde, und vergleichbar einem Wein, der von einem einzigen Weingut stammt, kommt ein Single Malt aus einer einzigen Destillerie. Für Grain Whisky werden beliebige andere Getreidesorten verwendet, wie etwa Weizen, Roggen oder Mais. Die überwiegende Mehrheit aller Whiskys sind Blended Whiskys, was bedeutet, dass sie eine Melange aus großen Anteilen von Grain Whisky und etwas Malt Whisky sind. Ein Vatted oder Blended Malt Whisky ist hingegen ein Verschnitt aus zwei oder mehr Single Malts. Diese Variante ist jedoch ziemlich selten und macht gerade mal ein Prozent der gesamten Scotch-Produktion aus.