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Was bedeutet eigentlich „Vintage“? | Clos19 Deutschland

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Was bedeutet eigentlich „Vintage“?

Unter Weinliebhabern sorgt die Bezeichnung „Vintage“ für so manche Verwirrung, denn seit geraumer Zeit versteht man darunter qualitativ besonders hochwertige Weinerzeugnisse. Tatsächlich bezieht sich das Wort „Vintage“ aber lediglich auf das Jahr, in dem die verarbeiteten Trauben erzeugt wurden. Jedes Jahr hat demnach auch seinen eigenen Weinjahrgang; aufgrund der Wetterbedingungen fallen aber manche Jahre besser aus als andere. So erklärt sich auch, warum Jahrgänge nicht nur von Land zu Land variieren, sondern auch von Anbauregion zu Anbauregion. Und manchmal fällt ein Jahr sogar in einem bestimmten Weinberg anders aus als beim Nachbarn.

Wie entsteht ein guter Jahrgang?

Ein Jahrgang wird als gut bezeichnet, wenn das Wetter eine gleichmäßige Reifung der Trauben erlaubt und die Traubenqualität durch ein Ausbleiben von Hagel, Frösten, zu viel Wind, Regen oder übermäßiger Sonneneinstrahlung hoch ist. Da ist es kein Wunder, dass die Winzer am Ende der Saison auf äußerst angespannt sind und mit Argusaugen das Wetter im Blick haben, bis alle Trauben sicher eingefahren sind.

Die Weinlese erfolgt auf der Nordhalbkugel üblicherweise zwischen Ende August und Anfang Oktober, auf der Südhalbkugel zwischen Februar und April. Den genauen Zeitpunkt bestimmt jeweils das Wetter.

Was sind jahrgangslose Weine?

Wenn ein Wein als „jahrgangslos“ bezeichnet wird (auf dem Etikett findet man dafür oft die Abkürzung NV, für „non-vintage“), heißt das, dass die Flasche eine Mischung aus verschiedenen Jahrgängen enthält. Würde es da genau genommen nicht viel mehr Sinn ergeben, den Begriff „multi-vintage“ zu verwenden? Jedenfalls begegnet man heutzutage sehr selten Weinen, die keine Jahrgangsbezeichnung haben, es sei denn, es handelt sich um Champagner oder Schaumweine. Denn viele Champagner- und Sektmarken haben einen typischen, wiedererkennbaren Geschmack, der jedes Jahr reproduziert werden muss. Indem der Winzer aus jedem aktuellen Jahrgang einen gewissen Prozentsatz beiseitestellt, schafft er sich für die folgenden Jahre verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für die richtige Zusammenstellung seines Champagners. Durch die Mischung des aktuellen Jahrgangs mit diesen „Reserveweinen“ kann sichergestellt werden, dass der typische Markengeschmack erreicht wird.

Sind die Wetterbedingungen in der Champagne besonders günstig, produzieren die meisten Hersteller zusätzlich einen Jahrgangschampagner aus den Trauben des aktuellen, herausragenden Anbauzyklus. Bei diesen Weinen geht es weniger um den markentypischen Geschmack, sondern darum, die besonderen Vorzüge der Trauben in diesem Jahr hervorzuheben. Jahrgangschampagner sind meistens um einiges teurer, aber zweifellos auch deutlich interessanter im Geschmack.

Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Jahrgängen?

In Anbauregionen wie der Champagne, die am nördlichsten Rand des für den Weinbau geeigneten Gebietes liegt, können die Wetterbedingungen von einem Jahr zum nächsten stark variieren. Vor allem die Wetterlage während der Ernte hat später immense Auswirkungen auf die Qualität des Weines. Dennoch gelingt es den großen Herstellern mit besonders guten Lagen heutzutage auch in schlechteren Jahren, mit viel Know-how und modernster Kellertechnik eine zufriedenstellende Qualität zu produzieren.

Andere Weinbaugebiete – besonders solche in wärmeren Klimazonen, wie zum Beispiel in Chile oder Argentinien, – haben es mit viel gleichmäßigeren Wachstumsbedingungen zu tun, daher ist auch der Unterschied zwischen den Jahrgängen weniger eklatant.

Ein neuer Jahrgang wird immer mit großer Spannung erwartet, denn jedes Jahr ist der Charakter des Weins besonders und einzigartig. Rebstöcke und Terroir bleiben zwar unverändert, aber Mutter Natur gibt stets ihre spezielle Note dazu.

Und auch in der Welt der Destillate stoßen wir auf Jahrgangsbezeichnungen: Die Pride Collection oder die Grand Vintage Collection von Glenmorangie etwa verarbeiten dafür Whisks aus Jahrgängen mit herausragender Getreidequalität und Fassreifung.