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Liquipedia: Pink Power – der Aufstieg des Rosé | Journal19 | Clos19 Deutschland

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Pink Power – der Aufstieg des Rosé

Um diesen speziellen Wein ranken sich nach wie vor einige Mythen, mit denen hier aufgeräumt werden soll. Ganz gleich, ob man den dunklen, trockenen oder den hellen, süßen Roséwein bevorzugt (oder irgendetwas dazwischen) – es gibt für jeden Geschmack die passende Variante.

Rosé ist als Wein durchaus ernst zu nehmen, auch wenn es immer noch viele Mythen gibt, die es aufzuklären gilt. Ganz gleich, ob man den dunklen, trockenen oder den hellen, süßen Roséwein bevorzugt (oder irgendetwas dazwischen) – es gibt für jeden Geschmack die passende Variante. Wer wissen will, was es mit Rosé auf sich hat und welche Fettnäpfchen es zu meiden gilt, sollte den folgenden Leitfaden lesen…

Rosé: Ein Wein, der oft in der Kritik steht. Von Männern wegen seines rosa Farbtons schon aus Prinzip gemieden, wird er außerhalb der Sommermonate kaum und grundsätzlich nie über 8 Grad Celsius getrunken. Doch auch ein Rosé kann ein edler Tropfen sein – eine Nachricht, die sich zum Glück immer mehr verbreitet. Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte rund um diesen faszinierenden Wein.

Es gibt sowohl helle, süße Roséweine als auch solche, die fast rot und sehr trocken sind. Aufgrund zuckersüßer Varianten aus der neuen Welt, die einer ganzen Generation die Lust auf Rosé verdarben, hatte er lange einen schlechten Ruf, doch diese Zeiten liegen nun fast hinter uns. Mit hellen, trockenen Alternativen, die hervorragend zu gutem Essen passen und eine ernstzunehmende Schwere und Textur aufweisen, hat die Provence in dieser Hinsicht wahre Wunder bewirkt. Denn die Qualität des Weins aus dieser Region ließ fortan alle Roséweine in einem völlig anderen Licht erscheinen. Champagner-Liebhaber haben dagegen nie an der Qualität von Rosé gezweifelt – im Gegenteil: Der Rosé-Champagner ist oft beliebter als der weiße.

Wie wird Roséwein hergestellt?

Entgegen einem weitverbreiteten Glauben entsteht Roséwein nicht, indem man rote und weiße Sorten mischt. In Wirklichkeit wird die Haut der roten Trauben für eine kurze Zeitspanne zum Saft gegeben; gerade so lang bis er sich rosa färbt. Ließe man sie länger im Saft liegen, wäre der Wein irgendwann rot. Es gibt mehrere Methoden, die es ermöglichen, den richtigen Farbton zu treffen: Eine davon ist die “Saignée-Methode”, bei der man während der Rotweinproduktion einen gewissen Anteil des Saftes “ausbluten” lässt, bevor der Wein zu dunkel wird. Im Gegensatz zu einem Rosé, der als erstklassiger roséfarbener Wein konzipiert ist, gilt die mithilfe der Saignée-Methode gewonnene Form oft nur als Nebenprodukt des produzierten Rotweins und somit als Wein von niedrigerer Qualität. Ein edler Rosé entsteht nur dann, wenn nichts weiter als die Kreation eines edlen roséfarbenen Weins verfolgt wird und sowohl Trauben als auch Herstellungstechnik dementsprechend ausgewählt werden.

Rosé-Champagner: Die Ausnahme von der Regel

In Europa ist es verboten, bei der Herstellung von Weinen, die unter das g.U.-Siegel (geschützte Ursprungsbezeichnung) fallen, Rot- und Weißweine zu mischen – abgesehen von einer ziemlich glamourösen Ausnahme: Champagner. Es ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der oben erwähnte Rosé-Champagner entsteht, indem man den Weißwein nach der Gärung mit 15% Rotwein versetzt (obwohl es auch ein paar Sorten gibt, die mithilfe der Saignée-Methode hergestellt werden). Es war sogar Madame Clicquot (von Veuve Clicquot) höchstpersönlich, die der Zugabe von Rotwein bei der Herstellung von Rosé im Jahr 1818 den Weg ebnete. Bei Champagner gilt dies nach wie vor als die beste Methode. Tatsächlich sind es oft die Roséweine eines Champagnerhauses, die aufgrund ihrer relativen Seltenheit und der hohen Nachfrage die höheren Preise erzielen. Probieren Sie doch mal das Original, Veuve Clicquot Brut Rosé, und vergleichen Sie ihn mit einem Jahrgangsrosé aus dem Hause Dom Pérignon, Ruinart oder Krug, die aufgrund ihres differenzierten, ätherischen Farbtons immer wieder Bewunderung hervorrufen. Rosé-Champagner auf Eis ist heutzutage sehr beliebt, wenn man den Wein stilvoll genießen will. Der Ice Impérial von Moët & Chandon bietet ebenfalls eine moderne Interpretation dieses Klassikers.

Wie man Rosé serviert

Roséweine, ob mit Mousse oder ohne, können eine etwas höhere Temperatur vertragen als ihre weißen Pendants. Die optimale Temperatur für Rosé-Champagner liegt bei 10 Grad Celsius. Die durch die Zugabe des Rotweins entstandene Vielschichtigkeit geht verloren, wenn der Wein zu kalt ist. Edle Roséweine sollten wie Weißweine mit vollem Körper bei 10 bis 12 Grad Celsius serviert werden. Die Kühlschränke in den meisten Haushalten sind jedoch viel zu kalt, um den Wein direkt zu servieren, weshalb man die Flasche bereits einige Zeit davor herausnehmen sollte. Trinkt man Roséwein zu kalt, werden seine roten Fruchtaromen neutralisiert, so dass, wenn überhaupt, ein bitterer Geschmack entsteht. Eis ist ebenfalls streng verboten, es sei denn, man hat es darauf abgesehen, Aromen und Geschmacksnoten zu verwässern. Wer seinen Drink unbedingt kühlen will, kann ein paar Trauben einfrieren und sie anstelle des Eises ins Glas geben.

Ein großer Vorteil von Roséwein ist seine Vielseitigkeit, wenn es darum geht, zu welchem Essen man ihn serviert. Man sollte nie vergessen, dass er mit ganzen Menüs kombiniert werden kann. Von Sauerkraut über Hühner- oder sogar Taubenbrust bis hin zum Käse – ein Roséwein ist oft eine beliebte, zu jedem Essen passende Wahl. Und eine halbtrockene Variante in Verbindung mit einem Dessert ist praktisch unwiderstehlich!

Man kann also sagen, dass ein Rosé immer die ideale Wahl ist, ob einzeln oder zu den verschiedensten Gerichten, im Sommer oder in den anderen Jahreszeiten. Ganz gleich, welcher Farbton, ob pink, rötlich, rosé- oder lachsfarben – ein Hoch auf den Rosé.