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Das süße Geheimnis über die Geschmacksstufen von Champagner | Clos19 Deutschland

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The sweet secrets of champagne sugar levels

Sweetness Levels Champagne

Wofür stehen die Begriffe „brut zero“ oder „doux“ eigentlich? Und was hat es mit dem „Zero Dosage“-Trend auf sich? Im Clos19 Guide verraten wir alles über den Zuckergehalt in Champagner, wozu die verschiedenen Qualitäten bevorzugt serviert werden und wie die süßeren Geschmacksrichtungen besondere Cocktails verfeinern.

Was macht einen Champagner süß oder trocken?   

Kurz vor Ende des Champagner-Herstellungs-Prozesses werden zwei wichtige Anpassungen vorgenommen: Zuerst wird der Bodensatz – bestehend aus abgestorbenen Hefezellen – vom Flaschenhals entfernt. Dieser Vorgang wird "Enthefen" genannt. Dabei geht eine kleine Menge Flüssigkeit verloren. Um den Verlust auszugleichen, wird dann wieder etwas Wein zugegeben, der Zucker enthalten kann. Diese Zuckermenge definiert das endgültige Level der Süße. Wie süß ein Champagner schmeckt, erkennen Sie an bestimmten Bezeichnungen auf dem Flaschenetikett, die den exakten Zuckergehalt wiedergeben – von trocken bis lieblich:    

Sweetness Levels Champagne

Brut Nature (oder auch zero dosage, brut zero): Die trockenste Variante, bei der überhaupt kein extra Zucker hinzugefügt ist. Es sind maximal 3 Gramm pro Liter des natürlichen Zuckers feststellbar. 

Extra Brut: 0-6 g/l. Bei unter 3g/l, wird von Brut Nature gesprochen.  

Brut: 0-12g/l. Falls das Level sich unter 6g/l bewegt, trifft auch die Bezeichnung Extra Brut zu.  

Extra Dry: 12-17g/l 

Dry: 17-32g/l 

Demi-sec: 32-50g/l 

Doux: Eine sehr süße Variante, mit 50+g Zucker pro Liter 

(Brut: herb, Dry: trocken, Sec: halbtrocken, Doux: süß)

Sweetness Levels Champagne

Die süße Geschichte der Zuckerdosierung 

Es war Madame Clicquot, die Anfang des 18.Jahrhunderts in ihren berühmten Kellern im Nordosten Frankreichs, der Champagne, die Technik erfand, die aus einer trüben Flüssigkeit das klare, fein perlende Luxusgetränk von heute machte. Durch spezielles Rütteln ("le remuage") der Champagnerflaschen setzte sich die Hefeablagerung langsam Richtung Flaschenhals ab und konnte dadurch leicht entfernt werden. Der Inhalt wurde wieder mit Wein aufgefüllt und verfeinert. Heute wird das sogenannte Degorieren, das Abtrennen des Hefepropfens durch das Eintauchen der Flaschenhälse in Kühlflüssigkeit erreicht.  

Damals waren unter den wohlhabendsten Champagner-Käufern aus Russland süßere Weine in Mode. Das Haus Veuve Clicquot passte demzufolge den Zuckergehalt der Weine, die dem Schaumwein zur Veredelung zugeführt wurden, dem Geschmack der Kunden an. Und voilà: So wurde die "Dosage" – die Dosierung – zur offiziellen Weinverfeinerungstechnik, made in der Champagne.    

Zu der damaligen Zeit wichen die Geschmacksvorlieben in einzelnen Ländern stark voneinander ab, je nachdem wurden unterschiedliche Süßegrade bevorzugt. Die Engländer bevorzugten die trockenste Variante des Champagners, welche damals immer noch 22-26 Gramm Zucker pro Liter aufwies. Danach folgten die Amerikaner und Deutschland, wo ein süßeres Aroma geschätzt wurde, und schließlich Skandinavien, wo Champagner mit bis zu 200 Gramm Zucker pro Liter gesüßt war. Die russischen Schaumwein-Liebhaber ließen sich die süßeste Komposition schmecken, die bis zu 330 Gramm Zucker pro Liter beinhaltete. Als Mitte des 18. Jahrhunderts auch trockenere Champagner gefragt waren, prägte sich der Ausdruck "brut", den wir bis heute von den Etiketten kennen. Denn gewöhnt an die Süße, wurde der ungewohnt trockene Geschmack als "rau", „herb“ oder sogar "brutal" wahrgenommen. 

Im Laufe der Zeit hat sich "brut" international zur beliebtesten Champagnersorte entwickelt – bis heute.  

Sweetness Levels Champagne

Der aktuellste Champagner-Trend? Weniger Zucker ist mehr    

Das Image von Zucker hat in letzter Zeit ziemlich gelitten, das macht sich auch bei Champagner bemerkbar. "Zero Dosage" Champagner, auch Nulldosierung genannt, erlebt einen trendverdächtigen Aufschwung. Die Besonderheit: Es wird kein Extra-Zucker hinzugeführt. Diese ‚zuckerfreien’ Champagner sind aufgrund ihrer belebenden Wirkung und der Frische beliebt, aber auch weil ihr Terroir, die geschmackliche Eigenschaft von Wein, klarer als bei süßeren Varianten herauszuschmecken ist. Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen, etwa mit unserer anspruchsvollen Spezialität Veuve Clicquot Extra Brut Extra Old. 

Champagner mit Zuckergehalt schmecken aber nicht ausschließlich süß. Bis zu "extra brut" wird das Aroma oft als fruchtig und vollmundig wahrgenommen. Wollen Sie also einen wirklich lieblichen Champagner probieren, ist "demi-sec" oder "doux" die richtige Wahl. Die Champagner mit einer höheren Dosage passen sehr gut zu leichten Desserts. Sie eignen sich auch hervorragend für viele Cocktail-Rezepte. Probieren Sie zum Beispiel den Cocktail Life in Venice Clicquology Cucumber, mit Moët & Chandon Ice Impérial oder Veuve Clicquot Rich. Verwenden Sie einen Champagner mit höherer Dosage für Ihre Cocktails, ist das Ergebnis eine ausgewogene, elegante Mischung, die ganz ohne zusätzliche, künstliche Süßstoffe (in Form von Sirup oder Ähnlichem) auskommt, denn besonders die süßen Champagnersorten schaffen eine besondere Geschmacksbalance.