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Der Geniesser: Robyn Woodhead | Journal19 | Clos19 Deutschland

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Der Geniesser

Robyn Woodhead

Zusammen mit ihrem Mann Patrick bietet Robyn Woodhead das ultimative Luxus-Erlebnis: Eine unvergleichlich stilvolle Erkundung des Südpols. Im Angebot enthalten ist die Anreise im Privatjet, die Beobachtung atemberaubender Landschaften, spannende Abenteuer und das Entdecken der lokalen Tierwelt in ihrem atemberaubenden natürlichen Lebensraum. Die Unterbringung erfolgt in luxuriösen Hütten, die dank ununterbrochenen Sonnenlichts über Solarmodule beheizt werden. All dies wurde mithilfe einer strengen Nulltoleranzpolitik erreicht. Das White Desert Camp ist klimaneutral und, wo immer möglich, sonnenbetrieben. Dadurch wird dieses einmalige Erlebnis wirklich einzigartig.

 

White Desert existiert nun seit mehr als 10 Jahren. Allgemein wird die Antarktis eher mit Abenteuer und Expedition als mit Luxus in Verbindung gebracht. Wie kamen Sie auf die Idee zu einem „luxuriösen All-inclusive-Reiseerlebnis“?

"Im Jahr 2005 starteten Patrick und ich gemeinsam eine verrückte Expedition durch den gesamten antarktischen Kontinent, die einen zweiten Weltrekord erzielte. Als wir in einem antarktischen Sturm mit unseren Forscherkollegen in einem Zelt saßen, fragten wir uns, warum die Antarktis nur wenigen Entdeckern und einigen Wissenschaftlern vorbehalten war. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass es für uns ein Weg sein könnte, ein paar Menschen an diesen Ort zu bringen, um unsere Liebe zur Antarktis zu teilen und die Bedeutung ihrer Erhaltung für zukünftige Generationen zu unterstreichen. Wir waren der Meinung, dass die Antarktis eine Antithese zum Luxus bietet. Es ist ein Land für Abenteurer und Entdecker, nicht für High-End-Tourismus. Für uns beide geht es bei Luxusreisen darum, unvergessliche Momente zu erleben, und die Antarktis ist wohl das einzigartigste Erlebnis für einen Menschen auf diesem Planeten. Dies wollten wir mit den Menschen teilen. "

 

Sie haben White Desert zusammen mit Ihrem Mann Patrick gegründet. Ist es zutreffend zu sagen, dass – wie zuvor die Weinbranche – die Welt der Erlebnisreisen, seit jeher von Männern dominiert, einen Wandel erlebt?

"Es gibt die Auffassung, dass die Antarktis ein Land der Extreme ist und daher nur für hartgesottene männliche Entdecker geeignet sei. Die erste Frau, die die Antarktis betreten hat, war die Norwegerin Caroline Mikkelsen im Jahr 1935. Nur 24 Jahre später, nachdem der erste Norweger den Südpol betreten hatte. Seitdem sind viele Polarforscherinnen und Wissenschaftlerinnen gefolgt. Ein bemerkenswertes Beispiel ist Maria Klenova, die den ersten Atlas der Antarktis erstellt hat. Viele Mitarbeiter in Führungspositionen bei White Desert sind Frauen. Einer unserer Stars, Agnieszka Fryckowska, ist die unbezwingbare ""Wolfs Fangs Runway"" Managerin und Trägerin einer Polarmedaille. Ich weiß, dass es heutzutage insbesondere auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern ankommt wenn man ein florierendes Unternehmen betreiben will, denn beide bereichern jedes Umfeld mit einzigartigen Fähigkeiten. "

 

Auf welche Schwierigkeiten sind Sie bei der Einrichtung des Lagers und der Umsetzung des Luxus inmitten eines so unbewohnbaren Ortes gestoßen?

"Wir beide haben White Desert ohne Unterstützung durch Investoren gegründet. Wir haben eine weitere Hypothek auf unser Haus aufgenommen und alles in das Geschäft investiert, sowohl finanziell als auch emotional. Wir beide sind der Meinung, dass je größer die kalkulierten Risiken, die Sie in Ihrem Leben eingehen, desto größer der mögliche Gewinn. Eine der größten Herausforderungen bei der Gründung des Unternehmens war das fehlende Verständnis für die Komplexität der Fluglogistik in der Antarktis. Eine lückenlose Planung war unerlässlich, da das nächste Geschäft mindestens fünf Flugstunden entfernt liegt! Daher muss man mit höchster Konzentration vorgehen, damit alles reibungslos funktioniert. Wir können uns nicht erlauben, Fehler zu machen oder etwas zu vergessen. In der Antarktis wird die sorgfältigste Planung oft durchkreuzt; man muss daher besonders flexibel sein und überlegt vorgehen. "

Was macht die Clos19 x White Desert Safari zu einem einmaligen Erlebnis?

"Genau wie White Desert richtet sich Clos19 an diejenigen, die bereits Zugang zu einigen der exklusivsten Erlebnisse der Welt haben. Sie suchen nach dem ultimativen Erlebnis, sei es ein seltener Champagner in limitierter Auflage oder ein entlegener Ort wie die Antarktis, an dem nur eine Handvoll Menschen waren. Unser Ausgangspunkt ist Kapstadt, wo wir die Kunden treffen. Von dort fliegen wir sie in fünf Stunden im Privatjet zu unserer Landebahn in der Antarktis. Von dort aus verbringen sie einen Tag mit Kaiserpinguinen in der Atka Bay und haben dann die Möglichkeit, leuchtend blaue Eiswellen und Tunnel zu erkunden. Anschließend besuchen sie eine nahe gelegene Forschungsstation, wo sie sich über unglaubliche Forschungsprojekte zum Klimawandel informieren können, bevor sie eine luxuriöse Sauna genießen. Das Erlebnis umfasst außerdem einen gastronomischen Teil – von Clos19 veranstaltete Feste mit feinsten Speisen und Verkostungen von ikonischen Champagnern, Weinen und Spirituosen. "

 

Nachdem Sie viele prominente Gäste der Welt empfangen haben, wie erschaffen Sie den Wow-Faktor in der Antarktis?

"Ich denke, einer der wichtigsten Punkte für unsere Kunden auf der Reise ist neben der digitalen Entgiftung die Möglichkeit, so wenig oder so viel zu tun, wie sie wollen. Das ist wahrer Luxus. Die Antarktis selbst ist der Wow-Faktor. Wenn wir unsere Gäste zu den nahegelegenen Eishöhlen führen, machen sie einen langen Spaziergang und wenn es Zeit zum Mittagessen ist, wählen wir eine Kulisse mit atemberaubender Aussicht und unberührter Wildnis. Wir stellen einen schönen Tisch auf dem Eis auf, mit Stühlen, die in Schaffelle gehüllt sind, um Wärme und Komfort zu bieten, und inmitten der gefrorenen Tundra wird ein köstliches Essen serviert. Wir haben im Laufe der Jahre sehr hart gearbeitet, um unser Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Wenn wir die Kaiserpinguine besuchen, sind wir die einzigen Touristen, die exklusiven Zugang zu einer Kolonie von 6 000 Tieren mit frisch geschlüpften Küken haben. Wir haben ein Team, das dort während der viermonatigen Saison stationiert ist, nur um das Eis für eine sichere Landung vorzubereiten und die strengen IAATO-Besuchsrichtlinien einzuhalten. Es ist der Kontinent der Pinguine, wir sind nur die Besucher. "

 

Was bedeutet Luxus für Sie?

"Für uns sind Erlebnisse der neue Luxus. Erlebnisse mit allem, was dazugehört (wie hervorragendes Essen, tadelloser Service und einen Blick für die Details). Wahrer Luxus sind Erlebnisse, die die Art und Weise, wie Sie die Welt betrachten, verändern können. Die natürliche Welt ist so außergewöhnlich und es kommt nicht oft vor, dass wir anhalten, um uns umzusehen. Wir geben unseren Gästen die Möglichkeit, anzuhalten und den abgelegensten Ort der Welt auf sich wirken zu lassen. "

Zur „Safari“ gehört auch der Flug in einem Privatjet. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die Klimaneutralität von White Desert zu gewährleisten?

"Die Antarktis ist der Schlüssel zum Verständnis der komplexesten und dringendsten Umweltfragen unserer Zeit. Wir haben beschlossen, unser Lager in Whichaway sehr klein zu halten, da sich nur 12 Personen gleichzeitig dort aufhalten. Dadurch beeinflussen wir die Umwelt minimal. Wir achten auf die Auswirkungen, die wir in unserer gesamten Lieferkette haben. Es war schon immer der Kern dessen, was wir tun. Seit unserer Eröffnung nutzt unser Camp die Sonnenenergie, um Schlafhütten zu heizen und warmes Wasser zu erzeugen. Zugleich testen wir ständig neue Technologien in unserer einzigartigen, 24 Stunden am Tag mit Sonnenlicht versorgten Umgebung. Wir sind der einzige 100 % klimaneutrale Anbieter in der Antarktis! Wir versuchen, jedem einzelnen Gast unsere Leidenschaft für den Schutz der Antarktis und ein Bewusstsein für die Reduzierung unserer Umweltbelastung zu vermitteln. Wir informieren unsere Gäste darüber, wie sie sich an Citizen Science-Projekten beteiligen oder sie finanziell unterstützen können. Wir fördern bei unseren Gästen außerdem die Entwicklung einer tiefen Leidenschaft für die Antarktis. Alle unsere Kunden werden nach ihrer Abreise zu Botschaftern der Antarktis, und viele unterstützen ihren zukünftigen Schutz. Wir setzen nicht auf Massentourismus, aber uns liegt der Schutz des Offensichtlichen am Herzen. Unsere Gäste bilden da keine Ausnahme. "

 

Wie bringt man Nahrungsmittel und Getränke an den Südpol und bewahrt ihre Qualität?

"Es ist nicht einfach, etwas in die Antarktis zu bringen, insbesondere Nahrungsmittel. Aus diesem Grund werden alle unsere Speisen in Kapstadt von unserem Team von Köchen vorbereitet. Sämtliche Verpackungen werden entfernt und die Zutaten werden tiefgefroren den langen Weg nach Süden geflogen. Wir haben ein Zeltlager am Südpol, wo unsere Reiseleiter dann die köstlichen Speisen aufwärmen und garnieren und heiße Getränke zubereiten, die unsere Gäste am Ende der Welt genießen können. "

Sie und Patrick arbeiten hart daran, das Unternehmen jedes Jahr weiter voranzutreiben. Welche Schritte stehen für White Desert im Jahr 2019 bevor?

"Wir haben gerade unser brandneues Zeltlager am Bergufer eröffnet, das von den Bergen umgeben ist, wo wir einige der besten Entdecker der Welt mit ihren Gästen begrüßen werden. Außerdem starten wir eine Reise unter dem Motto „Ultimate Antarctica“, bei der die Gäste mit White Desert noch mehr Luxus genießen können. Dazu gehören Hubschrauber-Mittagessen in Kapstadt, Oldtimer bevor es mit dem Flugzeug in den Süden geht, um Pinguine, den Südpol und einige einzigartige Luxusartikel zu genießen, die man mit nach Hause nehmen kann. Zudem beginnen wir, mit dem Wissenschaftsbetrieb in der Antarktis zusammenzuarbeiten und seine wissenschaftliche Arbeit zu unterstützen. Wir sehen eine Zukunft, in der es mehr Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und verantwortungsvollem Tourismus in der Antarktis gibt. Es ist immer viel los, aber die Herausforderung besteht darin, sich darauf zu konzentrieren, jedes Mal ein wenig besser zu werden. Sich immer weiterzuentwickeln, immer weiter zu wachsen, und dennoch immer die Ehrfurcht vor der Antarktis und ihrer Umwelt zu behalten. "

 

Sie sind jetzt Mitglied des Executive Committee der IAATO (The International Association of Antarctic Tour Operators). Was bedeutet das für Sie und White Desert jetzt und in Zukunft?

"Der Antarktisgemeinschaft etwas zurückzugeben, um unsere Mission eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus zu unterstützen, ist mir besonders wichtig. Niemand besitzt die Antarktis, was sie von jeder anderen Landmasse auf dem Planeten unterscheidet. Die Unterzeichner des Antarktisvertrags regeln ihren Schutz sowie alle von der IAATO geschaffenen Systeme, Vorschriften und Tourismusrichtlinien. Jeder Tourismusbetreiber ist durch die Unterzeichnung zugelassen und IAATO-Operatoren gestalten die Politik in der Antarktis zum langfristigen Schutz mit. Beispiele dafür sind die Entwicklung von MPAs (Seeschutzgebiete, Marine Protected Areas) rund um die Antarktis und die wichtige Arbeit des Tourism Growth Management. Dazu gehört Aufklärungs - und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimawandel und in jüngster Zeit die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für Kaiserpinguine, um deren Schutz als eine der niedlichsten Arten – meiner Meinung nach – auf dem Planeten zu gewährleisten. "