Skip to content Skip to navigation

Liquipedia: Was den Martini Cocktail zum Kult-Klassiker macht | Clos19 Deutschland

Versand nach:

Rufen Sie uns an — 0800 5892 681

Wann Sie uns erreichen

Montag bis Samstag 8.00 bis 22.00 Uhr

DE Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€
Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€

Liquipaedia

Dry oder dirty? Was den Martini Cocktail zum Kult-Klassiker macht

Er ist eine echte Cocktail-Ikone und zählt zu den berühmtesten Drinks der Welt – aber woher kommt der Martini Cocktail eigentlich und welche Möglichkeiten gibt es, das klassische Rezept geschmacklich zu variieren?

Der Martini – also der Cocktail-Klassiker, nicht die gleichnamige Wermut-Marke aus Italien – ist wohl einer der bekanntesten Drinks der Welt. Und so zeitlos, dass er sich seit jeher in unseren Bars, auf unseren Partys und unseren Bildflächen zeigt. Aber woher kommt der Martini Cocktail eigentlich, wie wird er traditionell serviert und wie kann das klassische Rezept geschmacklich variiert werden? Im Clos19 Guide gibt’s alles Wissenswerte über den Martini.

‘Martinis sind die einzige amerikanische Erfindung, die so perfekt ist wie ein Sonett’

Von H.L Mencken, Essayist und Autor, 19.Jahrhundert

Die Geburt einer Legende

Es existieren viele Theorien darüber, wie und von wem der Martini Cocktail erfunden wurde. Was wir aber wissen: Es passierte in den USA, während der Mitte bis Ende des 19.Jahrhunderts, in oder in der Nähe von San Francisco.

Das, was einmal der Signaturedrink eines legendären englischen Film-Spions werden sollte, schmeckt in der Originalversion noch sehr süß und wurde mit Kirschlikör sowie gesüßtem Gin verfeinert. Aber schon ziemlich bald, wich die Süße zugunsten eines trockeneren Styles, der sich bis heute hält. Das traditionelle Rezept setzt sich noch immer aus Gin und trockenem, weißen Wermut zusammen und wird seit den 30er-Jahren üblich in einem langstieligen, konisch geformten Glas, auch Cocktailspitz, Martinikelch oder im englischen Y-shaped Martini Glass genannt, serviert. Garniert wird der klassische Dry Martini dann noch mit etwas Zitronenschale oder einer grünen Olive. Der Wermut, der ursprünglich verwendet wurde, war von der Marke Martini & Rossi – und manche sagen, dass der Cocktail dadurch zu seinem Namen kam. Als Trend etablierte sich der Drink in den Fünfzigern und Sechzigern der USA, wo die Top-Führungsebene der boomenden Werbeindustrie den ‚Three Martini Lunch’ einführte – ein luxuriöses, langes und relaxtes Business-Mittagessen, begleitet von Drinks (3 Martinis = 3 Stunden). Seitdem wird der Martini Cocktail als weltweite Ikone gefeiert. Zu jeder Zeit.

Gin oder Wodka?

Der Wodka Martini: Den wahrscheinlich populärsten Twist hat das klassische Martini-Rezept durch Wodka als Zutat erfahren. Anstatt des Gins verleiht hier ein reiner, hochwertiger Wodka wie zum Beispiel von Belvedere Vodka dem Cocktail einen weniger bitteren, dafür sehr puren Geschmack. Diese Variante ist auch als Vodkatini oder The Kangaroo bekannt.

Let’s get dirty: der Martini-Klassiker

Während das traditionelle Rezept aus Gin und Wermut immer noch unglaublich beliebt ist, konnten sich auch weitere Martini-Mixe als ‘klassisch’ bewähren:

‘Dry’ vs. ‘Wet’: Der Unterschied liegt nicht darin, welcher Wermut verwendet wird, sondern wie viel – es ist dann das Wermut-Verhältnis zum Gin oder Wodka, das das Geschmacksgefühl von ‘dry’ oder ‘wet’ erzeugt. Letztendlich hängt der Style von der Location, dem Barkeeper oder dem persönlichen Empfinden ab. Je trockener es werden darf, desto weniger Wermut kommt ins Martiniglas. Auf den Geschmack gekommen? Dann probieren sie unser Belvedere Signature 06:01 Martini-Rezept: 60 ml Belvedere Vodka mit 10 ml trockenen Wermut mixen, über Eis gießen, sieben und mit einer Grapefruitscheibe garnieren.

‘Dirty’ Martini: Für diesen etwas eigenwilligen Cocktail im trüberen Look wird das klassische Martini-Rezept mit einem Hauch Olivensaft (Salzlake aus dem Olivenglas) aufgegossen und daher auch passend mit einer grünen Olive dekoriert, in keinem Fall mit einer Zitronenschale.

‘Perfect’ Martini: Bei dieser Ableitung kommen immer gleiche Teile von trockenen und süßem, also rosso Wermut zum Einsatz.

Geschüttelt oder gerührt: weitere Wege einen Martini Cocktail zu genießen

Ob der Martini geschüttelt oder gerührt genossen wird, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Durch beide Methoden wird das Getränk gekühlt und verdünnt, wobei das Rühren einfach ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nimmt. Der Hauptunterschied liegt in Farbigkeit und Textur: Beim Shaken kommt mehr Sauerstoff in den Cocktail und farblich trübt er etwas ein. Durch das sanftere Rühren bleibt die Optik klar und die Konsistenz ein klein wenig geschmeidiger und seidiger. Ein gerührter Martini gilt übrigens als klassische Variante, da das die übliche Methode ist, zwei klare Spirituosen miteinander zu vermischen.

Es gibt tatsächlich noch hunderte weitere Varianten des Martini Cocktails, manche mehr, manche weniger originalgetreu, die sich aber alle lohnen entdeckt zu werden. Hier sind ein paar Favoriten, vielleicht ist der neue Liebling ja schon dabei:

Gibson: Angeblich in San Francisco vom prominenten Businessmann Walter D.K. Gibson kreiert, wird dieser Martini Cocktail wie alle anderen aus Gin und Wermut gemixt. Als Besonderheit finden sich aber statt Oliven eine bis drei Silberzwiebeln im Glas. Die etwas herzhaftere Martini-Variante wird Vodka Gibson genannt, sobald kein Gin mehr verwendet wird.

Vesper Martini: Berühmt geworden durch James Bond im Film Casino Royale, setzt sich derVesper Martini aus drei Teilen Gin, einem Teil Wodka, einer halben Einheit trockenen Wermuts und einer großen, dünnen Zitronenschale zusammen. Oh, und dass alles selbstverständlich in 007-Manier geschüttelt, nicht gerührt …

Burnt Martini: Mit einer Bestellung dieser außergewöhnlichen Cocktail-Variante können Sie an jeder Bar beeindrucken. Ein Schuss schottischer Whisky mit einer schönen rauchigen Note – wie etwa der Ardberg 10 Years Old – verpasst dem Burnt Martini sein besonderes Aroma.

Egal welche Variante wir bevorzugen, für den Martini Cocktail existieren unzählige Versionen. Besonders wenn es um die Wermut-Sorte, das Mixen, die Eis-Kühlung und das Garnieren geht, kommen tausende Rezepte zusammen – manche sprechen sogar von mehreren Billiarden (ja, wirklich) ... Die Auswahl ist jedenfalls gigantisch. Einer mehr kann da nicht schaden. Also, kreieren Sie doch Ihren eigenen Martini Cocktail! Clos19 wäre doch ein toller Name …