Skip to content Skip to navigation

Der Geniesser: Marianne Guély | Journal19 | Clos19 Deutschland

Versand nach:

Rufen Sie uns an — 0800 5892 681

Wann Sie uns erreichen

Montag bis Samstag 8.00 bis 22.00 Uhr

DE Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€
Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€

Der Geniesser

Marianne Guély

marianne guely

Papier. Ein natürliches Produkt, so schlicht, und doch imstande, zu wahrlich atemberaubender Schönheit zu erblühen. Clos19 sprach mit Marianne Guély, der renommierten Pariser Papierkünstlerin, die viel beachtete Installationen in den bedeutendsten Luxushotels sowie für private Events weltweit geschaffen hat. Ihre erlesen ausgeführten Installationen, die schon in aller Herren Länder mondänen Treppenaufgängen, Schaufensterfronten und anderem ein gänzlich neues Gesicht verliehen haben, wurden aufgrund ihrer atemberaubenden Präzision und Anmut als „Papierne Poesie“ beschrieben. Wir wollten mehr wissen über die einzelnen Projekte – über die Inspiration, die Umsetzung, die Kreativität – und freuen uns schon auf ihr nächstes Experiment mit Clos19 …

Marianne, Sie sind es gewohnt, Konzepte zu entwickeln und besondere Events zu organisieren, von denen jedes wieder ganz neu und anders ist. Wie stellen Sie sicher, dass wirklich jedes von ihnen die unverkennbare Handschrift von Marianne Guély trägt?

Jedes Event ist für mich eine einmalige Erfahrung. Es ist für mich ein Vergnügen, mir anzuhören, was meine Kunden wollen, und ihre Träume dann in die Realität umzusetzen. Mein Team und ich bemühen uns stets, ein Dekor zu erschaffen, das zeitlos und einzigartig ist. Unsere Arbeiten sind maßgeschneidert; das ist die Handschrift des Studios.

Können Sie uns ein bisschen etwas darüber erzählen, wie Sie die Persönlichkeit Ihrer Kunden in ein Projekt integrieren?

An einem Auftrag zu arbeiten bedeutet immer einen leidenschaftlichen Austausch mit unseren Kunden. Als Erstes einmal hören wir uns an, was sie wollen, damit wir möglichst schnell einen Entwurf oder ein grobes Modell vorbereiten können, das wir dann näher erörtern. Am Ende steht die Übersetzung ihrer Träume in eine staunenerregende papierne Wirklichkeit.

Marianne Guely

Die Schönheit Ihrer Arbeiten liegt in ihrem unglaublich raffinierten und komplexen Design begründet. Haben Sie irgendwelche geheimen Tricks, die das Ganze einfacher machen, als es aussieht?

Unsere Kreationen sind immer komplexe Unikate. Zunächst werden mithilfe diverser Techniken die Papiere zugeschnitten, dann werden sie in der erforderlichen Weise gefaltet, bevor sie schließlich zusammengefügt und verklebt werden. Darin liegt unsere eigentliche Kompetenz; dass ein Team aus speziellen Handwerkern und Handwerkerinnen gemeinsam mit unseren Künstlern eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien in filigrane, elegante und poetische Objekte verwandelt.

Halten Sie in einer Location oder bei einem Projekt Ausschau nach dem einen entscheidenden Element, das Sie inspiriert?

Ich habe das Glück, dass die Menschen, denen ich begegne, und die Orte, die ich entdecke, mich stets inspirieren. Bislang hatte ich immer so gut wie sofort eine Idee.

Was macht Papier für Sie so reizvoll als künstlerisches Gestaltungsmittel?

Papier ist ein Material, das man schnell formen kann. Es ist leicht, einfach zu bearbeiten und reflektiert grundsätzlich das Licht sehr gut. Ich mag Papier aber auch, weil es ein natürliches Material ist und sich so herrlich anfühlt. Ich bin definitiv süchtig nach Papier!

Welche Künstler haben Sie inspiriert und warum?

Mein absoluter Lieblingskünstler ist Matisse; ich mag seine scheinbare Schlichtheit ebenso wie seine Farben und Formen. Zu meinen weiteren Favoriten gehören Macintosh, William Morris und all die Wiener Künstler – Joseph Hoffmann, Koloman Moser, Gustav Klimt und der Illustrator Erté. Sein Strich ist so präzise und sicher. Ich finde aber auch die Beschäftigung mit der Architektur von Schinkel, Tadao Andō und SANAA ungemein spannend. All diese Künstler und Architekten beflügeln mich.

Marianne Guely

Können Sie uns etwas über eines Ihrer Lieblingsprojekte erzählen und dazu, was Ihnen daran gefiel?

Die Arbeit für Christian Diors Duft „J’adore“ in Paris und Peking ist für mich mit wunderbaren Erinnerungen verbunden. Dieser Wirbel von goldenen, aus Japanpapier gefertigten Blütenblättern hatte es mir absolut angetan. Es war ein wahrer Goldregen! Dieses Projekt hatte etwas Duftig-Leichtes, das werde ich niemals vergessen. Wir haben noch immer alle Prototypen in unserem Studio, 46 rue de Provence, und einige von ihnen sind sogar aus echtem Blattgold gemacht.

Gibt es eine spezielle Zutat, mit der Sie bei Ihren eigenen Einladungen im Kreise von Freunden und Familie garantiert Eindruck machen?

Wenn es verschiedenartige Elemente gibt, fügt man sie am besten zu einer Art Collage zusammen. So zum Beispiel Sets aus Papier und die „Harcourt“-Gläser von Baccarat mit Steingut oder Porzellantellern und -tassen. Dann eine indische oder baskische Tischdecke, Servietten aus Ribeauvillé und zu allem schlichte Keramikkerzenleuchter mit farbigen Kerzen natürlich …

Ihre Schöpfungen haben für uns in ihrer Raffinesse und Komplexität etwas von edlen Weinen oder Spirituosen. Welches der Getränke von Clos19 käme dem für Sie am nächsten?

„Blanc de Blanc“-Champagner: Er ist fein auskomponiert, elegant, und jedes Cru ist einzigartig.

Ihre geheime Schwäche, wenn Sie einladen oder selbst irgendwo zu Gast sind?

Ein Glas Ruinart-Champagner, zwei Fingerbreit japanischer oder schottischer Whisky und natürlich ein „Vieille Prune de Souillac“.

Marianne Guely

Wo gibt es aktuell etwas von Ihren sagenhaften Entwürfen zu sehen?

Am häufigsten können Sie unsere Arbeiten in Juweliergeschäften finden, aber auch in renommierten Patisserien und den großen Luxushotels. Derzeit sind zum Beispiel unsere Pfingstrosen-Triptychons und -Diptychons in Anne-Sophie Pics Restaurant „La Dame de Pic“ im neuen „Four Seasons“-Hotel in London zu sehen. Nicht zu vergessen natürlich auch die privaten Feste und Veranstaltungen. Hierzu dürfen wir allerdings keine Details preisgeben.

Für uns ist es irrsinnig spannend, mit Ihnen an Projekten für unsere Serie „Gastgeber werden“ zu arbeiten; für die Festtage zum Jahreswechsel und nun für Frühling/Sommer. Haben Sie schon ein paar Insiderinformationen für uns, was Sie für die neuen Projekte in petto haben?

Wir können es kaum erwarten, die Zusammenarbeit mit Clos19 aufzunehmen. Mir gefällt das Konzept, all diese geschichts- und prestigeträchtigen Marken zusammenzubringen. Clos19 verkörpert für mich Kennerschaft, Eleganz und die französische Kunst des Gastgebens. Unser Streben wird es sein, all diese Dinge in unseren Kreationen widerzuspiegeln.

Haben Sie ein paar Tipps für uns, wie man Deko aus Papier zu Hause fertigt, ohne dass das Ganze nach Kindergarten-Bastelei aussieht?

Um das Dekorieren mit Papier zu erlernen, fängt man am besten mit ein paar schlichten Origami-Modellen an. Verwenden Sie dabei ruhig Papiere mit verschiedenen Farben und Mustern. Und geben Sie Ihren Gästen Ihre Kreationen als Souvenir mit auf den Heimweg.