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Liquipaedia: Fünf Wege zu einer grüneren Wein- und Spirituosenindustrie | Journal19 | Clos19 Deutschland

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Liquipaedia

Fünf Wege zu einer grüneren Wein- und Spirituosenindustrie

Wie grün sind unsere beliebtesten Flaschen? Diese Frage hören wir von Weingenießern immer häufiger. Dieses Jahr konzentrierte sich das Branchenevent Vinexpo darauf, Wege zu finden, Wein nachhaltiger zu gestalten. Moët Hennessy, der Mutterkonzern von Clos19, hat diese Frage in den Mittelpunkt gestellt und Experten eingeladen, darüber zu sprechen, wie Weinbauern die Umwelt priorisieren können. Von weidenden Schafen in den Weinbergen bis zu unkrautjätenden Robotern – hier erfahren Sie alles über unsere fünf Konzepte:

 

1) Weideland in den Weinbergen

Sie werden vielleicht überrascht sein, in einem Weinberg Schafe zu sehen, doch es dauert Generationen globale Herausforderungen wie Bodenerosion und Wüstenbildung zu bekämpfen. Deshalb denken die Experten bei Vinexpo über innovative Möglichkeiten nach. Bei Veuve Clicquot hat die Bodenerhaltung bereits Priorität. Das Champagnerhaus verwendet ausschließlich organische Düngemittel und verzichtet vollständig auf Herbizide – und ist dabei stets offen für Neues. Romain Le Guillou, Vineyard & Grape Supply Director, erklärte: „Landwirte können von neuen Technologien profitieren und zugleich auf traditionell bewährte Verfahren wie die Beweidung von Weinbergen zurückgreifen.“ Dies bedeutet, dass Weinbauern möglicherweise schon bald Pestizide gegen Tiere austauschen, um ihre Weinberge zu pflegen.

 

2) Wassereinsparungen

Der Klimawandel in Kombination mit steigendem Wasserverbrauch bedeutet, dass Wasser weltweit zu einer immer wertvolleren Ressource wird. Den Experten auf der Vinexpo zufolge kann Wasser in den Weinbergen allerdings sparsamer eingesetzt werden, ohne die Produktion außergewöhnlicher Weine zu beeinträchtigen. Beispielsweise kann durch Tröpfchenbewässerung (Bewässerung direkt an den Wurzeln des Rebstocks durch ein Röhrensystem) eingespart werden. Tröpfchenbewässerung wird bereits auf 90% der Weinberge von Terrazas de los Andes in Argentinien eingesetzt, wo das Wasser besonders knapp ist. Im Verhältnis fällt in Bordeaux mehr Regen im Jahr als in der Provinz Mendoza in fünf Jahren. Und das bedeutet, dass „aus jedem Tropfen Wasser ein Tropfen Leben werden muss,“ erklärte Estate Director Hervé Birnie-Scott gegenüber Vinexpo.

3) Technologie auf dem Vormarsch

Der Weinbau mag ein Jahrtausende altes Handwerk sein, doch Experten erklärten gegenüber Vinexpo, wie er dank neuer Technologien immer besser werden kann. Dank Robotern, die Unkraut jäten, wird das gesamte Weinsegment von MH ab Ende des Jahres herbizidfrei sein, die Weinberge in Cognac werden wenig später folgen. Die Arbeiter in den Weinbergen von Hennessy haben bei der Entwicklung der Roboter mitgewirkt, denn, so Mathilde Boisseau, Head of Wine Operations, „die neue Generation will einen Wandel sehen“. Die Wissenschaft ist ebenfalls ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel. „Die Jahreszeiten sind nicht länger vorhersagbar, also verlassen wir uns auf die Wissenschaft“, erklärte Pauline Lhote, Winemaking Director bei Chandon California. „Wenn man über Daten verfügt, sind diese ein zusätzliches Hilfsmittel zur objektiven Entscheidungsfindung.“

 

4) Revolution bei Verpackungen

Von wiederverwendbaren Bechern bis Geschenkpapier – wir alle versuchen, Abfall zu reduzieren. Und die gute Nachricht ist, dass auch die Weinbranche ihren Teil dazu beiträgt. Auf der Vinexpo hat Ruinart seine neue, vollständig recycelbare, plastikfreie Verpackung vorgestellt. „Es waren über zwei Jahre Forschung erforderlich, um Second Skin zu entwickeln, unsere wegweisende, umweltfreundliche Verpackung aus 100% Formkarton, die neunmal leichter ist als die aktuellen Boxen“, sagte Violaine Basse, International Marketing & Communication Director. Diese Veränderung wird die Kohlenstoffbilanz von Ruinart um 60% reduzieren. Das ist wahrlich ein Grund, um mit einer guten Flasche zu feiern.

 

5) Es kommt auf uns alle an

Wenn es um die Umwelt geht, kommt es auf Zusammenarbeit an, die den Unterschied macht. Darin sind sich die Experten der Vinexpo einig. Als Moët Hennessy die Eröffnung eines Forschungszentrums in der Champagne für 20 Millionen Euro bekanntgab, das sich der Erforschung nachhaltiger Methoden im Weinbau widmet, sagte CEO Philippe Schaus: „Wir sollten gemeinsam nach nachhaltigem Weinbau streben und unsere Erkenntnisse allen Beteiligten zukommen lassen, einschließlich Landwirten und Wettbewerbern. Wir alle möchten einen gesünderen, sauberen Planeten.“ Er hat natürlich Recht. Und ganz gleich, ob es um das Recycling von Flaschen nach einer Dinnerparty geht oder um nachhaltigere Entscheidungen als Gastgeber, es kommt auf uns alle an.