Skip to content Skip to navigation

Hier ist Dichthalten gefragt! Warum es so unterschiedliche Verschlüsse für Wein und Spirituosen gibt | Clos19 Deutschland

Versand nach:

Rufen Sie uns an — 0800 5892 681

Wann Sie uns erreichen

Montag bis Samstag 8.00 bis 22.00 Uhr

DE Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€
Kostenfreie Standardlieferung für alle Bestellungen ab 155€

Liquipaedia

Welcher hält wirklich dicht? Verschlüsse für Wein und Spirituosen

Den richtigen Flaschenverschluss zu finden ist eine Wissenschaft für sich. Eine der wichtigsten Entscheidungen eines Wein- oder Spirituosenherstellers ist daher, welchen Flaschenverschluss er für seine Produkte wählt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Varianten – und ganz nebenbei auch einige Mythen, die es zu entlarven gilt

Korken oder Schraubverschluss?

In den letzten Jahren wurde viel darüber diskutiert, was besser ist: Korken oder Schraubverschluss. Die immer wieder zu hörende Antwort lautet: Es kommt darauf an. Schraubverschlüsse sind grundsätzlich komplett in Ordnung, besonders für aromatische Weißweine sowie leichtere Rotweine und Weine, die man direkt nach dem Kauf trinken kann. Sie halten den Wein frisch und sind ungemein praktisch. Korken hingegen ermöglichen einen schwachen Sauerstoffaustausch, der dazu beiträgt, dass die Aromen des Weins sich im Laufe der Alterung harmonisch miteinander vermischen und der Wein so an Komplexität gewinnt. Korken sind der ideale Verschluss für Weine, die altern sollen und liegend gelagert werden. Doch Korken haben ihre ganz eigenen Nachteile, von denen der gelegentlich auftretende Korkgeschmack am störendsten für den Verbraucher ist. Es sind verschiedene Korkvarianten erhältlich, die sich in Preis und Qualität stark unterscheiden. Nur aus einem Korkrindenstück gefertigte Korken sind tendenziell hochwertiger (und teurer) als Korken, die aus einzelnen Korkstückchen zusammengeklebt wurden. Erstere besitzen genau die richtige, leicht poröse Konsistenz für einen optimalen Sauerstoffaustausch, während die geklebten Korken oft etwas zu kompakt sind.

Pilzform oder gerade?

Gerade geschnittene Korken verwendet man im Allgemeinen für nicht schäumende Weine, da sie keinem so starken Druck in der Flasche widerstehen müssen. Die Korken in Pilzform sitzen fester im Flaschenhals und halten daher die Bläschen in Schaumweinen in Schach.

Kunststoffkorken

Bei billigerem Wein werden häufig Kunststoffkorken verwendet. Sie sind sehr viel preisgünstiger als echte Korken, lassen sich aber oft nur sehr schwer aus der Flasche ziehen. Sie ermöglichen keinen Sauerstoffaustausch und sind auch der Ästhetik beim Öffnen einer Flasche wenig zuträglich.

Spirituosenverschlüsse

Wie bei Weinen werden auch bei Spirituosen häufig Schraubverschlüsse eingesetzt, da es hier besonders wichtig ist, den Kontakt mit Sauerstoff zu verhindern. Gehobenere Spirituosenmarken verwenden jedoch gerne Stöpsel aus Kork und einem weiteren Material (Kunststoff, Glas, Metall usw.) und versehen sie oben mit ihrem Logo. Bei Highend-Marken ist der Flaschenverschluss manchmal ein regelrechtes kleines Kunstwerk, geschaffen von einem Künstler oder Designer. Ein Beispiel sind die luxuriösen Dekanter von Hennessy. Zwischen Korken und Wein sollte idealerweise ein Abstand von rund 1,25 cm sein, damit sich die enthaltene Flüssigkeit bei Wärme ausdehnen kann. Das künstlerisch gestaltete obere Stück aus einem anderen Material verhindert das Eindringen von Sauerstoff. Spirituosen sollten im Übrigen stehend gelagert werden, damit der Korken nicht durch den hohen Alkoholanteil Schaden nimmt.