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LUXURY CHAMPAGNES, WINES & SPIRITS

Closeries: Stéphanie Watine & Olivier Krug

Aus der grenzenlosen Fantasie der Gründerin und CEO von Clos19, Stéphanie Watine entstanden, dreht sich bei der neuen Reihe Closeries alles um Begegnungen.
Die Reihe beinhaltetet besondere Treffen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Passend zu diesen besonderen Anlässen wird eine ebenso herausragende Flasche präsentiert.

In jedem Kapitel dieser Reihe trifft Stéphanie Watine ihre Gäste bei einem Verkostungserlebnis der besonderen Art. Inspirierte Gespräche mit herausragenden Weinen.

Das Treffen mit Olivier Krug ist die perfekte Gelegenheit, um die 169ème Édition Grande Cuvée der Maison Krug zu verkosten. Unsere Gastgeberin Stéphanie Watine und ihr Gast trafen sich auf der Terrasse des Le Tout in Paris.

Der Leiter der Maison, die seinen Namen trägt, führt stolz das Familienerbe weiter, nun bereits in der 6. Generation. Heute ist er der Hüter dieses Vermächtnisses, das diese Flasche hervorragend zur Geltung bringt. Diese Grande Cuvée wurde geschaffen von Joseph Krug, der die vollkommene Exzellenz des Champagners über alle Jahrgänge hinweg in einer Flasche zum Ausdruck bringen wollte. Entdecken Sie in dieser wunderschönen Hommage an die Familie, die die unvergleichliche Maison Krug gründete und immer noch weiterführt, die aufschlussreichen Verkostungs-Ratschläge von Olivier und die Ziele, die er sich als Nächstes gesteckt hat.

 

Stéphanie Watine

Hallo Olivier, ich würde Sie gerne in ein Paar Worten vorstellen. Sie sind der Leiter der berühmten Maison de Champagne Krug, die nun seit 6 Generationen besteht.
Das bedeutet, dass Ihr Großvater Joseph Krug vor über hundert Jahren, nämlich 1843, den ersten Champagner der Maison Krug kreierte. Ich kann mir vorstellen, dass Sie großen Stolz für dieses Vermächtnis empfinden … Können Sie uns etwas mehr darüber erzählen?

Olivier Krug

Vielen Dank. Ich freue mich sehr, dass ich heute Ihr Gast sein darf. Ich fühle mich sehr stolz und geehrt, die 6. Generation der Maison Krug zu repräsentieren. Dies ist ein Kapitel in einer langen Geschichte der Weitergabe … sie begann mit dem Traum eines Mannes, meines Ur-Ur-Großvaters Joseph Krug, der bei einem anderen Champagnerhaus arbeitete. Er hatte dort eine gute Stelle. Er war noch nicht alt, erst 42, aber zu der Zeit war dies kein Alter, um noch ein Unternehmen zu gründen. Trotzdem entschied er sich eines Tages, alles hinter sich zu lassen, und eine Art Champagner zu schaffen, die bis dahin nicht existierte.

Stéphanie Watine

Worum handelte es sich bei diesem Champagner?

Olivier Krug

Er hatte die Idee, seinen Kunden jedes Jahr die bestmögliche Qualität zu bieten, die jedoch vom Klima abhängig ist. Es ist theoretisch unmöglich, jedes Jahr die beste Qualität zu liefern. Er wollte jedoch einen Champagner schaffen, der nicht nur jedes Jahr die beste Qualität bot, sondern auch Champagner in seinem ultimativen Geschmacksausdruck. Eine Geschmacksexplosion, alles, was ein Champagner bieten kann, in einem einzigen Glas. Er musste damit gegen den Willen seiner Frau gehen, die ihn für nicht ambitioniert genug hielt, um eine solch risikoreiche Herausforderung anzugehen. Nun sitzen wir hier 170 Jahre später vor einem Glas der 169. Edition der Krug Grande Cuvée. Die Maison hat zum 169. Mal den Traum von Joseph Krug wahr werden lassen.

Stéphanie Watine

Olivier, ich freue mich sehr, Sie hier im Hotel Cheval Blanc in Paris treffen zu können.
Wir sind auf der fantastischen Terrasse des Restaurants Le Tout Paris, das auch Champagner von Krug auf der Weinkarte führt.

Olivier Krug

Es ist mir ein Vergnügen, hier im Le Tout Paris zu sein, wo eine ganze Reihe an berühmten Champagnern von Krug repräsentiert sind. Die Maison Krug ist spezialisiert auf Prestige-Jahrgänge, von denen wir über eine große Auswahl verfügen … Mein Vorfahre hatte jedoch nur zwei im Kopf. Er nannte sie einfach Cuvée 1 und Cuvée 2. Cuvée 1 wurde zur Krug Grande Cuvée und Cuvée 2 erzählt die Geschichte des jeweiligen Jahres … derzeit sind wir bei Krug 2006. Darüber hinaus schuf die Maison Krug auch noch Krug Rosé, Krug Clos du Mesnil, Krug Clos d'Ambonnay und auch noch Krug Collection, Jahrgangs-Champagner von Krug, denen wir neues Leben einhauchen. All diese vorzüglichen Champagner werden hier erhältlich sein … eine absolut exzellente Wahl für Liebhaber großer Champagner.

Stéphanie Watine

Sie haben als Kind wahrscheinlich in den Weinbergen gespielt … aber was war Ihr persönlicher Weg zum Leiter der Maison Krug?

Olivier Krug

Es begann, indem ich Management und Wirtschaft studierte. Am Tag, als ich meinen ersten Job bekam, machte mir mein Vater ein Gegenangebot … und sagte, dass ich in ungefähr 15 Jahren das Geschäft übernehmen würde. An jenem Tag verstand ich, dass die Dinge bei Krug Zeit brauchen. Es dauerte nicht lange, bis ich sein Angebot annahm … er sandte mich daraufhin nach Japan, ein noch sehr kleiner Markt für die Maison, aber vielversprechend. Ein Markt, in den unsere Champagner gut passen könnten. Ein Markt, auf dem ich Erfahrung sammeln könnte, indem ich Kunden traf.

Ich plante, für ein Jahr wegzugehen und kam dann zweieinhalb Jahre später wieder. Wenige Jahre später wurde Japan zu unserem mit Abstand stärksten Markt weltweit. Das waren also meine beruflichen Anfänge. Natürlich wuchs ich danach beruflich dank meines Vaters, meines Großvaters, ausgezeichneten Kellermeistern und Verkostungsexperten für Champagner. Ich bin 200 Tage im Jahr auf Reisen und kann dadurch, wenn ich zurück bin, alle Erfahrungen unserer berühmten Krug-Liebhaber erzählen, die guten Worte, interessante Erfahrungen, Funde älterer Jahrgänge usw.

Fast 30 Jahre später bin ich nun hier, als Leiter der Maison Krug, und werde unterstützt von einem absolut großartigen Team: Margareth Henriquez, genannt Maggie, eine Präsidentin & CEO ,sowie Julie Cavil, die ab dem Tag, an dem sie ins Unternehmen kam, 14 Jahre wartete, bis sie letztes Jahr Kellermeisterin wurde. Die Maison Krug steckt voller Energie und nicht nur das Reisen und der Austausch mit Liebhabern von Krug auf der ganzen Welt ist eine reine Freude, sondern auch die tägliche Arbeit hier.

Stéphanie Watine

Olivier, dieses Gespräch ist auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, mit einer herausragenden Persönlichkeit eine Flasche Wein zu teilen, die ebenso herausragend ist. Für dieses Kapitel der Closeries haben wir die 169. Edition der La Grande Cuvée der Maison Krug gewählt. War das eine gute Wahl?

Olivier Krug

Das ist eine ausgezeichnete Wahl. Diese fantastische Cuvée ist nicht nur das 169. Mal, dass wir den Traum meines Vorfahren in Erfüllung gebracht haben, sondern vor allem ist es die Grande Cuvée, die jüngst herausgekommen ist. Jedes Jahr gibt es unter den Amateuren und den großen Sommeliers, wie denen im Le Tout Paris, einen Moment der Aufregung und Erfüllung, wenn die Maison Krug ihre Cuvée vorstellt. Es ist sehr spannend, denn eine Grande Cuvée ist 20 Jahre in Arbeit. Es vergehen also 20 Jahre der Geduld, Arbeit, Sorgfalt, manchmal auch Sorge, bevor wir das Ergebnis der Handwerkskunst und des Know-hows der großartigen KellermeisterInnen der Maison Krug enthüllen.

Stéphanie Watine

Grande Cuvée 169ème ist eine Mischung von 146 Weinen aus 11 verschiedenen Jahrgängen. Und Flaschen, die durchschnittlich 7 Jahre lagern.
Diese Zahlen sagen etwas aus … etwas Außergewöhnliches, oder? Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Olivier Krug

In der Maison Krug sind Dinge oft außergewöhnlich, dank unserer unglaublichen Liebe zum Detail und unseren Sinn für Zeit. Wir bei der Maison Krug sagen oft, dass es Zeit braucht, um etwas Unvergessliches zu schaffen.
Und das ist genau das, was wir jeden Tag tun.

Stéphanie Watine

Wir kommen nun endlich zur Verkostung. Es ist wirklich ein Ritual, solch einen Champagner zu entdecken. Olivier, was können Sie uns darüber sagen?

Olivier Krug

First of all, to serve a great champagne, you have to think about the glass. You need a good glass. I would like people who will read this interview to know that the pretty narrow flutes that they may have received at their wedding are not the best friends of great champagne.

Great champagne requires a glass that allows it to reveal its aromas … to concentrate them at the top of the glass ... the flute does not allow to reveal these aromas. So not only do you need a large glass, but you must not serve the large champagne too cold. If served too cold, it will stay ""closed"", it will not fully express itself. Therefore, I recommend serving our champagnes at 9 or 10 deg. C., then letting them gradually reveal themselves in the glass.

This is what has just been done in front of us.
And when you bring your nose a few centimeters from the glass, you get immediately captivated by aromas of white fruits, rich aromas … a hint of vanilla ... I won't describe everything but you get captivated by a lot of richness and complexity that stimulates curiosity. Let's take a sip of this champagne, shall we?

Stéphanie Watine

Perfect!

Olivier Krug

A sip that makes it seem full on the palate ... It's very full, very smooth, fruity, rich. Then there is gradually this very pretty burst of flavours which is revealed by the "little bubbles". These little bubbles which explode on the tongue, on the palate, and allow all the aromas to be fully revealed. Krug Grande Cuvée tries to offer the most generous expression of champagne in each sip. And that's kind of what we have here.

If we were ten people to taste this champagne, we would probably have different words to describe it. We would find citrus notes, toasted notes, spices, fresh fruits, dried fruits… The discussion would keep going on... Because what is absolutely fascinating about this glass of champagne is its length on the palate. I like to ask people who taste Krug for the first time to close their eyes after the first sip and only reopen them when they don't taste anything anymore. It’s great fun watching people close their eyes for long minutes to savour all that this champagne has to reveal.

Stéphanie Watine

Fantastic! In terms of food and wine pairing, would you have a suggestion or recommendation for us if we ever have the chance to taste a Cuvée 169ème?

Olivier Krug

Krug Grande Cuvée is one of the most versatile champagnes there is. It's exciting … it allows foodies to explore lots of different pairings. I also love to interact with chef friends. For example, I recently met with Arnaud Donckele. We finish or we open a bottle and we play with aromas, flavours, ingredients .... And frankly, with Krug Grande Cuvée, we can go towards things that are absolutely obvious, harmonious, soft, or pairings with a lot of contrasts. We can bring in spices, sour things, some more crisp things ... and savour the contrast of explosion of flavours.

Stéphanie Watine

Now let's go back to Maison Krug. We know its story well, but what about your projects? What are your main priorities for the years to come?

Olivier Krug

Maison Krug aims to offer a tribute to the Champagne region every year ... a space for each of our terroirs to express. We are facing a terrible but fascinating challenge, which is climate change. Every year now, even a few days before the harvest, it has become difficult to predict the quality of the harvest. The last two years have been extremely contrasted. 2020 was hot, dry, excessive ... with the earliest harvest in history happening mid-August. And then this year … 2021 is full of water, full of disease ... In a region where the ecological transition is happening very, very fast ... the winegrowers have to face enormous challenges. Winegrowers have now returned to ancestral methods to take care of the vines. Our challenge is to be even closer to them, to help them improve, to support them in this ecological transition. These are efforts that are complicated to undertake for people who sell grapes. At Maison Krug, we have created a "sustainable viticulture collective" to help them and guide them. We did this as a test and nearly 80% of our winegrowers joined us within the last 3 years. We know they will all be joining us in the coming months.
We also have a huge project called Joseph 2.0. It was the dream of Julie Cavil, our cellar master. If Joseph Krug came back today, with these climate changes, with our obligations to be closer and closer to the vines, the winegrowers, and the grapes ... what would he create? Therefore, we are in the process of creating a new space to preserve our wines and to vinify in Ambonnay. As if one of the most beautiful orchestras in the world finally decided to afford a dream concert hall for its musicians.

Stéphanie Watine

A more personal question to close this interview, if I may ...
I know you are a big fan of Japan, do you have any Japanese taste memories to share with us? A food and wine pairing stuck in your mind?

Olivier Krug

I have several memorable pairings in mind… In 1991, against the advice of all my Japanese colleagues, I took a few cold bottles of Krug and I went to a restaurant called Kitcho… It was the best tradional Japanese restaurant in Tokyo at the time. I offered them to have a meal entirely paired with champagne. So, in a traditional place like that, dedicated to Japanese cuisine and sake… Bringing champagne... And it was a revelation for everyone. I believe this event was the first time champagne was ever combined with Japanese cuisine. Now 30 years later ... I think it was perhaps a turning point for champagne wines ... even beyond Maison Krug.

Stéphanie Watine

What type of restaurant was it?

Olivier Krug

It was very traditional ... The traditional imperial kaiseki-ryōri restaurant. I have a very special memory of a monkfish liver wrapped in palm leaves with soya, and grilled on a small barbecue in the middle of the table. We had it with a Krug rosé… This memory is still mouth-watering right now!

Stéphanie Watine

Amazing! Olivier Krug thank you for taking part in this tasting. It has been a great pleasure to discuss with you and discover this extraordinary La Grande Cuvée 169ème.

Olivier Krug

Thank you for your invitation. And thank you to our readers ... Dear readers, please feel free to share your tasting comments and your love for Krug ...
And don't hesitate to come see us one day at Maison Krug in Reims.

Stéphanie Watine

Thanks again Olivier!