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Liquipaedia: Woher kommt eigentlich Whisky | Journal19 | Clos19 Deutschland

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Liquipaedia

Woher kommt eigentlich Whisky?

Heute kann Whisky überall hergestellt werden: Schottland, Irland, Tennessee, Japan… Aber woher stammt er eigentlich ursprünglich? Viele Geschichten ranken sich um die Geburtsstunde der Whiskydestillation, doch fest steht nur, dass schon Tausende Jahre vor Christus Getreide fermentiert und destilliert worden ist. Der so gewonnene Alkohol wurde zuerst für Parfums und andere Erzeugnisse verwendet, die nicht zum Verzehr gedacht waren, erst dann hielt er Einzug in die Klöster Europas und gelangte von dort aus zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert n. Chr. nach Schottland und Irland. Es waren die Mönche, die begannen, Kräutergeist zu destillieren und für medizinische Zwecke zu nutzen. Doch wie entstand aus den Heilschnäpsen der Whisky wie wir ihn heute kennen?

Die Geburtsstunde des Whisky

Auf Aqua vitae (zu deutsch das „Wasser des Lebens“) wurde keine Steuer erhoben, so gibt es für die nächsten zweihundert Jahre auch keine exakten Aufzeichnungen darüber, wie diese Schnäpse verwendet wurden. Sicher ist nur, dass sie laufend weiterentwickelt wurden. Im schottischen Gälisch heißt Wasser des Lebens wörtlich „uisge beatha“, woraus mit der Zeit „uiske“ und schließlich die heutige Bezeichnung „Whisky“ entstand. Dennoch war es zu dieser Zeit noch Usus, das Destillat aus allen möglichen erhältlichen Rohstoffen herzustellen, nicht nur aus Gerstenmalz, sondern auch aus Hafer und anderen Getreidesorten, oftmals auch in bunter Mischung. Es gibt aus jener Zeit keine Hinweise auf eine Lagerung im Holzfass, wie wir es heute vom Whisky kennen.

Ein Wendepunkt in der Whiskyproduktion

Ein einschneidendes Datum für die Whiskyherstellung war 1541, als der englische König Heinrich VIII die schottischen Klöster auflöste und die arbeitslos gewordenen Mönche praktisch dazu zwang, sich ihren Lebensunterhalt mit der Whiskyproduktion selbst zu verdienen. Das Wissen der Mönche verbreitete sich so über ganz Schottland. Doch 1644 wurde ein Gesetz erlassen, unter dem Whisky und Malz erstmals versteuert wurden, was viele Whiskybrenner in den Untergrund trieb. Für die nächsten zweihundert Jahre blühte die Schwarzbrennerei, und als dann mit dem Excise Act 1823 der Whisky erstmals legal für den Handel hergestellt werden durfte, gab es bereits eine funktionierende Whiskyindustrie, die nur noch ans Tageslicht geholt werden musste.

Nur wenige Jahre später folgte ein weiterer Wendepunkt für die Whiskyherstellung: 1830 erfand Aeneas Coffey einen Destillierapparat, der die fortlaufende Herstellung qualitativ hochwertigeren Alkohols ermöglichte, als die Herstellung in Kleinserien zuvor erlaubt hatte. Die Hersteller lernten, wie man leichteres Getreide mit intensiveren Malzen vermischt und entwickelten so das Know-how für Blended Whiskys. Die Produktion wuchs an, der Wettbewerb stieg und der Ruf nach einer strengeren Qualitätskontrolle wurde laut. Die Nachfrage nach eleganten Blended Whiskys war groß, so dauerte es nicht lange, bis die erste Whiskymarke geboren wurde.

Fünfzig Jahre später erlebte die Whiskyproduktion einen weiteren Höhenflug, diesmal dank der Verbreitung der Reblaus in europäischen Weingärten. Die Ernten fielen schlecht aus, was zu einem weltweiten Mangel an Wein und Weinbränden führte. In dieser Zeit avancierte der Whisky zum bevorzugten Drink der wohlhabenden Gesellschaft und sicherte sich so seinen Platz in der Geschichte.

Die Definition von Whisky

Heute bezeichnet Whisky ein Destillat aus fermentierter Getreidemaische, speziell aus Gerste oder Roggen. Typisch ist auch die Reifung in einem Eichenfass, das auf der Innenseite zuvor ausgekohlt worden ist. In Schottland ist die richtige Schreibung „Whisky“, in Amerika und Irland hingegen „Whiskey“. Mittlerweile findet man auf dem Markt eine Vielzahl verschiedener Sorten, die jeweils nach ihren Hauptzutaten und Herstellungsverfahren bezeichnet werden.

Weitere Informationen zum Thema Whisky (oder „Whiskey“) finden Sie auf der Liquipaedia von Clos19. Am besten, Sie verkosten einfach die verschiedenen Erzeugnisse unserer weltbekannten Whiskylabels Glenmorangie und Ardbeg.